

Zukunftsmusik, oder bereits Realität, die Wahrheit ist, dass RFID-Transponder bereits seit über zehn Jahren zu unserem täglichen Gebrauch zählen.
Jedes moderne Fahrzeug hat einen RFID Transponder im Autoschlüssel, die sogenannte Wegfahrsperre.
Alle modernen Zeiterfassungsgeräte bis hin zur Skipass-Karte oder den Fußballtickets 2006 arbeiten mit der RFID Technik.
Alle Tiere in den Zoologischen Gärten weltweit so auch die meisten unserer Kühe und Schweine im Stall haben einen RFID CHIP - den elektronischen Knopf im Ohr, im Magen oder unter der Haut. Wo wundert es dann das besonders „Hipe“ Discobesucher in Spanien für den „kontaktlosen“ VIP Zugang bereits RFID implantiert haben...
Jedes Wochenende fliegen Millionen von RFID Transpondern durch die Lüfte an den Krallen von 90% aller Brieftauben, weltweit und keiner redet drüber.

Die Bezeichnung Transponder resultiert aus der Wortkombination: Trans-fer und Res-pond. Wie funktioniert ein RFID Transponder? Wie in der Flugüberwachung reflektiert der in einem Flugzeug sitzende Transponder die von der Boden-Radaranlage ausgestrahlten Signale, indem er Sie mit der eigenen Codierung verschlüsselt, und so sich gegenüber der Bodenstation eindeutig zu erkennen gibt.
Im Bereich der kontaktlosen Identifikation unterteilt man RFID Transponder in zwei Typen: passive RFID Transponder und aktive RFID Transponder.
Passive RFID Transponder benötigen keine eigene Stromversorgung, sie erhalten ihre Stromversorgung aus dem Hochfrequenzfeld der Leseeinheit durch Induktion. Hier ergibt sich eine Reihe von Vorteilen: Völlige Wartungsfreiheit, daher hohe Lebensdauer und geringe Abmessungen. Passive RFID Transponder bestehen aus einem Siliziumchip und einer Antenne. Über dieselbe Antenne findet der Datenaustausch zwischen Lesegerät und RFID Transponder statt. Da keine eigene Stromversorgung benötigt wird ergeben sich sehr geringe Abmessungen, die den Einbau von passiven RFID Transpondern in kompakte "Gehäuse" möglich machen. So können Gegenstände oder Personen einfach und unkompliziert mit einem elektronisch lesbaren Datenträger ausgestattet werden. Übliche Bauformen für RFID Transponder-Tags sind: Plastikkarten, Münzformen, Schlüsselanhänger, Glasröhrchen, Armbänder. Durch die Möglichkeit, computerlesbare Daten von Personen oder Gegenständen kontaktlos zu erfassen, eröffnen sich viele neue Anwendungsgebiete, und vereinfachen den Ablauf vieler Industrieapplikationen. Eine besondere Möglichkeit der rationellen Erfassung ergibt sich besonders durch die Fähigkeit ein große Anzahl von RFID Transpondern gleichzeitig lesen zu können. Die Pulkerfassung macht das komplette Erfassen einer Warenpalette innerhalb weniger Sekunden möglich.
Aktive RFID Transponder: Sollen die Lesereichweiten ausgeweitet werden, benötigt der RFID Transponder mehr Energie, die er wegen bestehender Sendestärken- Beschränkungen allerdings nicht über den Antennen-Energieaustausch erhalten kann. Hier wird dem RFID Transponder eine Batterie zugefügt, die ihn mit der nötigen Sendeenergie versorgt.
RFID Transponder können neben der ihnen eingebrannten Ein-Eindeutigen Seriennummer auch mit Speicher ausgerüstet sein, wodurch sie als externer Datenspeicher dienen. Diese Datenbank am Produkt eröffnet die Möglichkeit Informationen ohne Rechneranbindung am Produkt unterzubringen und sie ohne Rechnerkontakt jederzeit wieder abzurufen.
Neben der Art der Stromversorgung unterscheiden sich RFID Transponder auch im Frequenzbereich in dem Sie arbeiten. Hier unterscheidet man in drei wesentliche Bereiche: LF (Low Frequency), HF (High Frequency), UHF (Ultra High Frequency).

UHF - Ultra-High-Frequency: Die im UHF Frequenzbereich angesiedelten RFID Transpondersysteme, in Deutschland 869MHz, sind besonders im Retailbereich im Einsatz und erfreuen sich steigender Nachfrage. Die Vorteile liegen insbesondere in der größeren Reichweite und der hohen Datenrate. Die Metallverträglichkeit wirkt sich dank Reflektionen positiv für das System aus. Als Nachteile sind die Unverträglichkeit mit Wasser zu nennen, sowie die kompliziertere Chip Bauweise und die stärkeren Leistungsschwankung.

LF - Low-Frequency. Der bei LF-Transpondern eingesetzte Frequenzbereich liegt bei 125kHz. Dieser RFID Transpondertyp verhält sich sehr neutral gegenüber Wasser und Metall, was ihn sehr universell einsetzbar macht. Wegen der niedrigen Arbeitsfrequenz ist auch die Datenübertragung recht langsam. Die Antennen sind größer als im UHF Bereich und die Reichweiten begrenzt. Das Einsatzgebiet ist umfangreich: Zeiterfassung, Werkzeugerkennung, Tieridentifikation, Abfallwirtschaft, Auto-Wegfahrsperre...

HF - High-Frequency. Der bei HF-Transpondern eingesetzte Frequenzbereich liegt bei 13,56MHz. Diese RFID Transponder finden besonders in Etiketten als Einlagen ihren Einsatz, da ihre Spule nur wenige Windungen benötigt, welches eine flache Bauweise fördert. Die Unempfindlichkeit und schnelle Datenübermittlung dieser RFID Transponder, sowie die einfache Herstellbarkeit begründen den weit verbreiteten Einsatz im Logistikbereich. Unterstützt durch Ihre Pulkfähigkeit, die ihnen ermöglicht mehrere Hundert RFID Transponder nahezu gleichzeitig erfassen zu können werden Sie heute verstärkt auf Umverpackungen oder in Plastikkarten eingesetzt. Die Unverträglichkeit der direkten Nähe von metallenen Oberflächen kann behoben werden, indem man beide mittels einer feritten Trennschicht separiert.
Der "Tag" (engl. = Schild, Kennzeichnung) ist eine Identifikationsmarke auf Basis von RFID (Radio Frequency Identification), manchmal wird der RFID Tag mit dem RFID Transponder gleichgesetzt.
Die RFID-Middleware ist eine Software, welche die Verbindung zwischen der Hardware (Lese/Schreibeinheit) und den Systemen der Geschäftsprozesssteuerung (ERP-Systeme, WMS) herstellt. Die Middleware überprüft die eingehenden RFID-Daten, um eine Datenüberflutung zu verhindern.
Eine RFID-Middleware besteht aus drei Segmenten:
• RFID-Middleware-Kommunikation: Verbindung der beteiligten Systeme
• RFID-Middleware-Verarbeitung: Verarbeitung der Daten
• RFID-Middleware-Datenbank: Archivierung und Bereitstellung der Daten
Fast gleichzeitige Erfassung mehrer RFID-Transponder durch das RFID-Lesegerät. Wegen Behinderung durch Kollision werden die RFID Transponder nicht exakt zum gleichen Zeitpunkt erfasst, sondern sehr schnell hintereinander, so dass keine Kollision-Beeinträchtigungen entstehen.