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RFID Schutz-Brieftaschen - Alles nur Geldverschwendung?

January 27, 2016

 

Zur letzten Weihnachtszeit waren sie ein beliebtes Geschenk und auch jetzt noch werben ihre Hersteller massiv für einen besonderen Schutz: spezielle Hüllen oder Brieftaschen mit einem geschützten Fach, in dem Ihre Kreditkarten davor sicher sein sollen, von Kriminellen mit RFID aus der Ferne ausgelesen und kopiert zu werden. Einige Sicherheitsexperten und Blogger nehmen diesen neuen Schutz mittlerweile sehr kritisch unter die Lupe und fragen: Ist es vielleicht nur ein Hersteller-Spiel mit der Angst der Kunden vor etwas, was gar keine Gefahr ist?


Mediale Angstmacherei?

Vor allem in den USA ist es im Moment ein Hype. Großangelegte
Werbekampagnen warnen vor RFID Diebstahl: Werbespots, die vermeintliche Verbrecher zeigen, wie sie von der anderen Straßenseite aus den RFID Chip auf der Kreditkarte in den Taschen ihrer Opfer lokalisieren und durch drahtlose Kommunikation auslesen, Bankdaten und Co. kopieren und stehlen. Blogger wie Roger A. Grimes sehen das Ganze aber eher kritisch. Er spricht von einer "RFID Schutz Industrie", die sich gerade unnötig aufbaut. Sie sei seiner Meinung nach nur dazu da, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen - für teure RFID Schutz Brieftaschen, die nicht nötig seien.

Unterschiedliche Systeme und zu wenig Verbreitung

Grimes macht deutlich: ja, theoretisch können RFID-Kreditkarten
von einem Hacker aus der Ferne ausgelesen werden, er gibt aber Gründe an, warum solch ein RFID Diebstahl eher einem Sechser im Lotto gleichkommt. Zum Einen würden viele Karten NFC/RFID-Bezahlfunktionen standardmäßig noch gar nicht unterstützen und seien noch nicht so verbreitet, dass sich ein Diebstahl im Allgemeinen lohnt. Zum Anderen habe jeder Kartenbetreiber seinen eigenen Kommunikationsstandard, so dass ein "RFID Räuber" mit mehreren unterschiedlichen Funksystemen gleichzeitig unterwegs sein müsste um sich individuell anzupassen. Ein Diebstahl beim Vorbeigehen "mal eben auf die Schnelle" ist so eher schwer denkbar.

Anderer Aspekt sei, dass sich der Trend im mobilen Bezahlen auch gerade in eine völlig andere Richtung entwickelt. Kredit-/EC-Karten mit RFID sind aktuell weniger gefragt, sondern vielmehr mobile Bezahlmöglichkeiten in Verbindung mit Smartphones, wie bspw. Apple Pay.

RFID oder NFC Kreditkarten funktionieren auch in den meisten Fällen nur in Kombination mit einer PIN, ohne die das Verschlüsselungssystem nicht außer Kraft gesetzt werden kann.
Für Kriminelle sei es zur Zeit viel erfolgreicher, im Internet in einen Shop "einzubrechen", viele Kreditkartendaten auf einmal abzugreifen, als sich teures Equipment anzuschaffen und sich für eine einzige Karte in der Tasche eines Opfers auf die Lauer zu legen.

Wenn man seine Kreditkarten trotz alledem in der Tasche schützen möchte: Einwickeln in Alu-Folie reicht da schon aus - dafür muss es keine teure RFID Brieftasche sein. Wie sehen Sie das? Sind diese speziellen RFID Schutzbrieftaschen nur Geldmacherei oder sinnvoll? Schreiben Sie uns doch unten etwas in die Kommentare.

Interessieren Sie sich für das Thema RFID? In unserem Anwendungskatalog haben wir Ihnen ein paar unserer größten Projekte zusammengefasst:

 

 

 

 

Link zu den Original-Artikeln:
http://www.infoworld.com/article/3023422/security/why-you-dont-need-an-rfid-blocking-wallet.html

http://ktar.com/story/824337/here-is-why-rfid-blocking-wallets-are-a-huge-waste-of-money/

 

 

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